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"Fortuna" ist Weltmeister

Düsseldorf hat einen neuen Weltmeister: "Fortuna". Nein! Nicht Fortuna 95. Dieser Verein kickt in der zweiten Bundesliga mit nur mäßigem Erfolg. Gemeint ist der Block "Fortuna", dass neue Erdgaskraftwerk auf der Lausward, mit dem die Landeshauptstadt Düsseldorf und die Stadtwerke bis 2050 eine Klimaneutralität schaffen wollen. Kohle ist out, Fernwärme ist Trumpf. "Wir sparen jetzt schon 600.000 Tonnen CO2 im ersten Betriebsjahr", erklärte Manfred Hebestreit bei einer Führung auf der Lausward der Besuchergruppe von Duesseldorf-aktiv.net.

Hebestreit war 28 Jahre lang im Dienst der Stadtwerke. Der diplomierte Ingenieur "fütterte" die Besucher fast zweieinhalb Stunden lang mit Zahlen und Fakten. Nach ca.30 Monaten Bauzeit war das 500 Millionen Projekt "Fortuna" der Siemens AG mit Beginn des vergangenen Jahres abgeschlossen worden. Das Herzstück der Anlage - die fast 460 Tonnen schwere Gasturbine - wurde bereits im April 2015 erstmals gezündet und mit dem Generator synchronisiert.

Die Leistung der Anlage liege bei 595 Megawatt, betonte Hebestreit. "Das ist weltweit spitze." Damit erreicht sie einen elektrischen Wirkungsgrad von 61,5 Prozent. Hebestreit: "Unser Endziel ist es, jedes Haus mit Fernwärme zu versorgen."
Beim Rundgang über das Gelände kamen die Besucher aus dem Staunen nicht mehr raus. Da gibt es zum Beispiel einen 52 Meter hohen Fernwärmespeicher mit einer Kapazität von 35.000 Kubikmeter heißem Wasser. Interessant war auch der Blick in die Zentralwarte. Dort sitzen mehrere Mitarbeiter der Stadtwerke und schauen auf eine riesige Wand mit zahlreichen Monitoren. Darauf erkennen sie, ob alles in Ordnung ist. Selbst die kleinste Störung fällt sofort auf.

Höhepunkt für alle war wohl zum Abschluss der Führung der Blick von der Aussichtsplattform in rund 45 Meter Höhe. Von dort aus war der Kölner Dom zu sehen, unter anderem auch die Nachbarstadt Neuss und selbstverständlich der Rhein mit dem wunderschönen Panorama der Landeshauptstadt.