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Gespenst im Schlossturm und Punk in der Altstadt

Preisfragen! Wie schwer ist das bronzene Denkmal von Jan Wellem vor dem Rathaus? Welches Gewicht brachte Jan Wellem auf die Waage und wie groß war er? Die rund 20 Teilnehmer der Stadttour „Düsseldorf und das Glück" von duesseldorf-aktiv-net wissen es jetzt.

Das Denkmal wiegt circa 6,9 Tonnen.

Jan Wellem war 1,56 Meter groß und wog 95 Kilo.

Die Antworten hatte Wolfgang Horn vom Begrüßungskomitee parat, der die Neubürger mit großer Fachkenntnis und viel Humor auf dem knapp zweistündigen Rundgang begleitete.

Start der Tour war am Schlossturm auf dem Burgplatz. Horn erzählte von einem angeblichen Mord, der im September 1597 in eben jenem Turm begangen wurde. Dort wurde Herzogin Jakobe tot aufgefunden. Offizielle Todesursache war ein Schlagfanfall. Zeugen aber berichteten von Würgemalen am Hals der Frau. Und dann wurde es gruselig. Bauarbeiter hätten bei der Renovierung des Schlossturms den Geist der Frau gesehen, erzählte Horn mit einem Augenzwinkern.

Ein weiterer Meilenstein der Geschichte von Düsseldorf wird nur einen Steinwurf vom Schlossturm entfernt dargestellt:

Das Stadterhebungsdenkmal, das der Künstler Bert Gerresheim 1980 geschaffen hat. Bei seiner Führung ging Wolfgang Horn ausführlich auf die Schlacht von Worringen ein, die 1288 stattgefunden hat. Bei diesem blutigen Gemetzel ging der Traum von der Kölner Großmacht zu Ende. Düsseldorf wurde zur Stadt.

Nächste Station war die Basilika St. Lambertus, wo Horn die Teilnehmer unter anderem auf eine Marien-Figur hinwies, die aus dem 11. Jahrhundert stammt.

Ein weiteres Highlight der Führung war natürlich das Hoppeditz-Denkmal, nicht weit entfernt vom Rathaus. Auch das stammt von Bert Gerresheim. Am Fuß des jecken Sockels sind diverse humorige Ikonen dargestellt: unter anderem Charlie Chaplin, Charlie Rivel Karl Valentin.
Nicht fehlen durfte ein kurzer Gang durch die Ratinger Straße wo einst der Ratinger Hof war, die Wiege des Punk. Dort hatten unter anderem die Toten Hosen und Campino ihr Zuhause.

Und so folgte noch ein Anekdötchen nach dem anderen.

Nach der kurzweiligen Führung wurde Wolfgang Horn mit viel Beifall der Teilnehmer belohnt.