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Starthilfe für Flüchtlinge durch das Ehrenamt

Sie haben ihre Heimatländer verlassen, in denen Bürgerkrieg und politisch instabile Verhältnisse herrschen. In Deutschland hoffen die Flüchtlinge nun eine neue Heimat zu finden. Um den Menschen eine Starthilfe zu bieten, hat jetzt duesseldorf-aktiv.net einen Workshop „Flüchtlinge ins Ehrenamt“ angeboten.


Das Interesse war beachtlich. Immerhin kamen mehr als 20 Flüchtlinge (unter anderem aus dem Irak und Syrien) ins Welcome Center der Flüchtlingsinitiative an der Heinz-Schmöle Straße. Die Organisation hatte ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt.

Ute Dickel, 2. Vorsitzende von duesseldorf-aktiv.net, erklärte den Teilnehmern erst einmal, was ein Ehrenamt ist. Für diejenigen, die die Deutsche Sprache noch nicht so gut beherrschen, wurden ihre Worte ins Englische und Arabische übersetzt. Ein Ehrenamt, so Dickel, sei auch gut für Integration und Sprache. Außerdem könne man auch besser die Mentalität der Deutschen verstehen lernen. Das alles helfe natürlich auch bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz und Job.

Sie wolle irgendetwas mit Pharmazie machen, so eine junge Syrerin „Mit der Deutschen Sprache klappt es noch nicht so gut“, lächelte sie. Aber das werde schon. Sie mache gerade einen Sprachkursus in Deutsch.

Ein Syrer - er ist in Düsseldorf in einer Wohngemeinschaft untergebracht - hat in seiner alten Heimat Medizin studiert. Jetzt will er Informatik studieren. Er lebt seit gut einem Jahr in Düsseldorf. Aber Kontakt zu Deutschen habe er leider kaum, bedauert der Syrer. Wenn sich das durch das Ehrenamt verbessere, würden sich auch seine Sprachkenntnisse erweitern.

Ein junger Iraker möchte auch in Düsseldorf studieren. Was genau, wisse er noch nicht, erklärt er in recht gutem Deutsch. In seiner Nachbarschaft habe er Kontakt zu einem älteren Mann. „Das hilft mir beim Erlernen der neuen Sprache.“

Am PC verschafften sich die Teilnehmer des Workshops einen Überblick über die Angebote der EhrenamtsBörse. Insgesamt hatten die Mitarbeiter von duesseldorf-aktiv.net mehr als 40 Organisationen angesprochen, die sich dann auch bereit erklärt hatten, einen Flüchtling ehrenamtlich zu beschäftigen. Dabei geht es unter anderem um Behindertenarbeit, Soziales, Arbeiten mit Senioren sowie Kindern. Die beiden Syrer und auch der Iraker wollen etwas beim Deutschen Roten Kreuz machen. Auch die anderen Teilnehmer suchten sich etwas aus, das ihren Interessen entsprach.

Beim ersten Kennenlernen vor Ort werden sie von Ehrenamtlern von duesseldorf-aktiv.net begleitet, die ihnen dabei Starthilfe leisten.