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Der Hofgarten als Bühne der Persönlichkeiten

Der Hofgarten ist eine Fundgrube der lokalen Geschichte und seiner Persönlichkeiten.
Was dort alles sehenswert ist, zeigte Jürgen Krenzer mehr als 20 Interessierten bei einem fast zweistündigen Spaziergang durch die grüne Lunge der Landeshauptstadt. Und oft ging es dabei um den wohl größten Sohn von Düsseldorf: Heinrich Heine.

Der erste Versuch, Heine ein Denkmal in Düsseldorf zu setzen, scheiterte an antisemitischen und nationalistischen Tendenzen im Kaiserreich des 19. Jahrhunderts. Kaiserin Elisabeth (Sissi) von Österreich hatte 1887 eine Zusage über eine Spende in Höhe von 50 000 Mark gemacht. Ein Jahr später zog sich die Kaiserin aus dem Projekt zurück, das letztendlich scheiterte.

Zu sehen ist aber heute ein Heine-Denkmal gegenüber dem NRW-Forum. Dort steht es seit 1949. Aber erst seit etwas mehr als einem halben Jahrhundert gibt es die Aufschrift „Heinrich Heine gewidmet".

Ein weiteres Denkmal von Heine zeigte Krenzer den Teilnehmern auf dem Napoleonsberg. Es besteht aus dem Mädchentorso „Harmonie" und ist eine Arbeit des französischen Bildhauers Aristide Maillol.

Einer weiteren Düsseldorfer Berühmtheit ist ein Denkmal hinter dem Schauspielhaus gewidmet: Gustaf Gründgens, der von 1947 bis 1955 Generalintendant des dortigen Schauspielhauses war. In Peter Rübsams Skulptur ist in den Falten des Vorhangs das Gesicht von Gründgens in seiner Rolle als Mephisto zu erkennen.
Nächster Anlaufpunkt der Führung war das Kriegerdenkmal im Hofgarten. Geschaffen wurde es 1892 von Karl Hilgers. Vor rund zehn Jahren wurde dieses Denkmal noch einmal restauriert.
Und weiter führte der Rundgang unter anderem zu den Denkmälern von Karl Immermann (Lyriker und Dramatiker), Peter Cornelius (Leiter der Kunstakademie im 19. Jahrhundert) Robert Schumann (Komponist) sowie Felix Mendelssohn-Bartholdy (Musikdirektor in Düsseldorf von 1833 bis 1835).
Am Ende der Führung gab es viel Beifall für Jürgen Krenzer und seine fachkundige Kommentierung.