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Sichtlich zufrieden und gut informiert verließen mehr als 20 Besucher den nordrhein-westfälischen Landtag am Rheinufer. Auf Einladung von duesseldorf-aktiv hatten sie in einer Stunde jede Menge Informationen über das Gebäude selbst und die Arbeit der Parlamentarier erhalten.

 


Mit einem Panoramafilm wurden sie erst einmal auf die Führung eingestimmt. Unter anderem erfuhren sie, dass es in Nordrhein-Westfalen 13,2 Millionen Wahlberechtigte gibt, die bei der Landtagswahl jeweils zwei Stimmen abgeben können: eine für eine Partei, die zweite für einen Kandidaten.
Anschließend hörten sie von Juliano Hartlap, der die Besucher sachkundig führte, einiges über das Gebäude. Es wurde in den Jahren 1982 bis 1989 errichtet. Kostenpunkt: circa 160 Millionen Euro. Wenn man sich den Reichstag in Berlin ansehe, so beeindrucke er den Betrachter durch seine wuchtige Bauweise, erklärte Hartlap. Beim Landtag in Düsseldorf sei das etwas anders. „Das Gebäude will durch seine Architektur niemanden beeindrucken." Es sei ein relativ flacher Bau, der sich nicht über die Bürger erhebe, fuhr Hartlap fort.
Danach warfen die Besucher einen Blick in einen Ausschussraum. Insgesamt gibt es 21 Fachausschüsse. In diesen Räumen findet die eigentliche Arbeit der Politiker statt. Dort werden Gesetzesvorschläge entwickelt. Hartlap: „Im Plenum wird dann darüber abgestimmt."
Weiter ging es in den Fraktionssaal der SPD. Darin werden alle Abgeordneten - jeder muss zwei Ausschüsse betreuen - darüber informiert, was in den einzelnen Ausschüssen gelaufen ist. Weiterhin werde über die Richtlinie der Fraktion bei der Abstimmung im Plenum diskutiert.

Zum Schluss der Führung schauten sich die Teilnehmer der Führung die Herzkammer des Landtages an: den Plenarsaal. Hier werden die Diskussionen geführt und über Gesetzesvorlagen abgestimmt. Hartlap erklärte auch die Sitzordnung der 199 Landtagsabgeordneten. Ganz rechts sitzen die Vertreter der AFD. Die linke Seite wird von der SPD-Fraktion eingenommen. Nach der Führung hatten die Teilnehmer noch Zeit und Muße, sich ein paar Schautafeln auf der Ebene des Plenarsaals anzuschauen. Dabei ging es unter anderem um Politik und Religion.

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